Stichwort: Brandmeldeanlage ausgelöst

Alarmzeit: 19. Januar, 16.48 Uhr

Eingesetzte Fahrzeuge: ELW, LF 16, HTLF, MTW, DLK

Weitere Kräfte: Feuerwehr Inheiden, Stadtbrandinspektor.

stellvertretender Stadtbrandinspektor.

Bericht: Kein Brand feststellbar.

Stichwort: Hilflose Person in verschlossener Wohnung

Alarmzeit: 16. Januar, 23.22 Uhr

Einsatzende: 17. Januar, zirka 0.40 Uhr

Eingesetzte Fahrzeuge: ELW, HTLF, DLK

Weitere Kräfte: Rettungswagen Lich

Bericht: Bei Türöffnung handelt es sich um besonders sensible Einsätze. Die Feuerwehr unterstützt hierbei den Rettungsdienst, etwa wenn ein Verletzter nicht mehr selbständig die Haus- oder Wohnungstür öffnen kann. Zur Öffnung von Türen oder Fenstern hält die Feuerwehr spezielles Werkzeug vor.

Wenn ein Verletzter durch ein enges Treppenhaus transportiert werden muss, packt die Feuerwehr ebenfalls unterstützend mit an. Ist ein Transport über das Treppenhaus nicht möglich, kann der Verletzte auch mithilfe der Drehleiter über ein Fenster oder einen Balkon transportiert werden.

Aus Gründen des Datenschutzes und aus Rücksicht auf die Verletzten verzichten wir in solchen Fällen auf eine genauere Einsatzbeschreibung oder Ortsangabe.

Stichwort: Unklare Rauchentwicklung Langd, Grillhütte

Alarmzeit: 14. Januar, 13.24 Uhr

Eingesetzte Fahrzeuge: ELW, LF 16 (1-7), HTLF (1-3), MTW (1-0)

Weitere Kräfte: Feuerwehr Langd, stellvertretender Stadtbrandinspektor.

Bericht: Der Einsatz wurde kurz vor Langd abgebrochen.

Stichwort: Technische Hilfeleistung: Wasser im Keller

Alarmzeit: 8 Januar, zirka 7.33 Uhr

Eingesetzte Fahrzeuge: ELW, HTLF

Bericht: In einem Keller stand das Wasser einige Zentimeter hoch. Die Feuerwehr wurde mit Nasssaugern tätig.

Hungen (sha). Bei einem Arbeitsunfall in einer Hungener Großmolkerei sind zwei Mitarbeiter am 16. Februar schwer verletzt worden. Die beiden Männer - ... erlitten bei Arbeiten in einem Palettenlager Kohlenmonoxid-Vergiftungen und mussten mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser gebracht werden. Weil für ihre Behandlung Druckkammern nötig sind, werden sie nach Aachen oder Leipzig geflogen.

Wie es zu der deutlich erhöhten Kohlenmonoxid-Konzentration kam, darüber kann bisher nur spekuliert werden. ...  Am Donnerstagnachmittag war ein Großaufgebot von rund 30 Rettungskräften vor Ort. Das Umweltschutzkommissariat ermittelt. Medienberichte, wonach sogar vier Arbeiter verletzt wurden, wies die Polizei zurück.

Quelle: S.Hanak/Gießener Allgemeine Zeitung

homepage2Hungen (con). Für die Hungener Feuerwehren startete das Jahr noch in der Nacht mit einem aufwendigen Einsatz. Kurz vor drei Uhr mussten sie zu einem Scheunenbrand im Marienhof in der Oberburg nach Bellersheim ausrücken. Der Dachstuhl des alten Fachwerkbaus in der Münzenberger Straße stand bereits beim Eintreffen der Helfer in Flammen. Dichter Rauch und ein durch Wind bedingter Funkenflug komplizierten die Löscharbeiten – durch den Wind wurden Funken quer über die Straße bis zu den Nachbargebäuden geweht. Deshalb stand zuächst einmal die Sicherung der umliegenden Gebäude, mehrere Wohnhäuser, an, deren Dächer vorsorglich bewässert wurden: So konnte ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäude verhindert werden. Dabei kam auch die Drehleiter aus Hungen zum Einsatz. Durch die starke Rauchentwicklung war der Einsatz von Atemschutzgeräten auch außerhalb des Gebäudes unabdingbar. Durch die Kälte - Minus drei Grad - gefror das Löschwasser auf der Straße. Nachbarn brachten Kaffee und warme Getränke für die Einsatzkräfte vorbei - eine schöne Geste.

Insgesamt 55 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Bellersheim, Hungen, Inheiden, Obbornhofen und Trais-Horloff und Utphe waren für mehrere Stunden im Einsatz – erst gegen halb acht morgens konnte der Einsatz für beendet erklärt werden, nur eine Brandwache blieb zurück. Durch das Feuer entstand ein erheblicher Sachschaden am Dachstuhl des historischen Gebäudes, der sich nach ersten Schätzungen der Polizei auf über 50 000 Euro beläuft – glücklicherweise wurde aber niemand ernsthaft verletzt.  (Quelle: C.Hoppe/Gießener Allgemeine Zeitung)

Das Jahr begann für die Feuerwehr Hungen mit einem Brandeinsatz in Inheiden. Dort war es zu einem Schwelbrand in einem Fachwerkhaus gekommen. Unter Atemschutz musste dabei eine Wand aufgebrochen werden, um einen glühenden Balken abzulöschen.

Mitte Januar kam es zu einem Gefahrguteinsatz: Aus einer nach Polizeiangaben defekten Heizungsanlage war Gas ausgetreten, ein Hausbewohner wurde dabei verletzt und mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik gebracht. Er verstarb dort später.

Unfälle führten die Einsatzkräfte erneut auf die Bundesstraße 457, dabei unter anderem zu einem Pkw, der sich in Langsdorf nahe der Abfahrt Mitte überschlagen hatte. Auch ein Unfall an der Abfahrt Hungen-West sowie eine Ölspur riefen die Feuerwehr auf den Plan. Spektakulär fiel dabei der Unfall eines Geländewagens mit Anhänger aus: Das Gespann hatte sich aufgeschaukelt, woraufhin sich ein Radlader von dem Anhänger löste und auf den angrenzenden Radweg stürzte.

Im Februar kam es in Villingen zu einer Explosion, als in einem Hobbykeller ein Mann eine Metalldose aufflexen wollte. Die Feuerwehr sicherte das Areal ab, bis Sprengstoffexperten Entwarnung geben konnten.

 

Das zweite Halbjahr war für die Feuerwehr Hungen durch technische Hilfeleistungen geprägt. So rückte man unter anderem zu zwei Verkehrsunfällen nach Nonnenroth aus, bei dem sich jeweils ein Pkw überschlagen hatte. In einem Industriebetrieb musste ein Mitarbeiter aus einer Maschine befreit werden, in der er sich eingeklemmt hatte. Anfang Oktober rief ein brennender Traktor die Einsatzkräfte auf den Plan.

Am 22. Oktober wurde man zu einer unklaren Rauchentwicklung nach Trais-Horloff ins Wochenendgebiet alarmiert. Dort brannte ein Wochenendhaus in voller Ausdehnung. Die Löscharbeiten gestalteten sich umfangreich, da Decken und Wände aufgebrochen werden mussten, um an alle Glutnester zu gelangen. Zudem befanden sich in dem Gebäude mehrere Gasflaschen, die ins Freie gebracht wurden. Mit den Einsatzkräften aus Trais-Horloff, Utphe, Inheiden, Bellersheim und Obbornhofen gelang es, den Brand einzudämmen.

Bereits im Juli musste die Feuerwehr zudem einen Hungener zur Hilfe eilen, der bei einem Wohnungsbrand schwere Brandverletzungen davon trug. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht.

Auf der Bundesstraße 457 galt es wieder mehrere technische Hilfeleistungen nach Unfällen abzuarbeiten. So kam es Ende September zu einem Unfall an der Abfahrt Langsdorf Ost mit einem Leicht- und einem Schwerverletzten. Im Oktober wurden sieben Personen bei einem Auffahrunfall zwischen Hungen und Langsdorf verletzt.

Das zweite Quartal war für die Feuerwehr Hungen vor allem durch Einsätze  bei schweren Verkehrsunfällen geprägt. So kam es im April zu einen Frontalzusammenstoß zweier Pkw auf der Landesstraße zwischen Hungen und Nonnenroth. Ein Fahrer war im Fahrzeug eingeklemmt und musste befreit werden, beide wurden von Feuerwehr und Rettungsdienst reanimiert, auch der Rettungshubschrauber kam zum Einsatz. Dennoch verstarben beide noch an der Unfallstelle. In Obbornhofen prallte im Juni ein Motorradfahrer gegen einen Traktor -der zweite tödliche Unfall. Dort beschränkte sich die Aufgabe der Hungener Wehr aber diesmal nur auf das Absichern der Unfallstelle und Aufnehmen von ausgelaufenen Betriebsmitteln.

Auch Brände waren zu verzeichnen. So geriet nach einem Grillfeuer ein Nadelgehölz in der Kernstadt in Brand und wurde von der Feuerwehr gelöscht. In einem anderen Fall musste ein brennender Blumenkasten auf einem Balkon gelöscht werden. Auch ein vom Ordnungsamt untersagtes "Nutzfeuer", bei dem verbotener Weise Sperrmüll und Elektroschrott verbrannt werden sollten, wurde abgelöscht. Zudem pumpte man nach einem Wasserrohrbruch in Rodheim einen Keller aus. Weitere kleinere Einsätze, Brandsicherheitsdienste und ausgelöste Brandmeldeanlagen waren ebenfalls zu verzeichnen.

Höhepunkte für die Jugendfeuerwehr waren die Teilnahme beim Stadtpokal und Kreisentscheid in Linden, bei dem man den sechsten Platz erreichte.

Im ersten Quartal des Jahres 2015 blieb es für die Feuerwehr Hungen weitestgehend ruhig. Mehrere ausgelöste Brandmeldeanlagen riefen die Einsatzkräfte auf den Plan, darunter zweimal in Inheiden. Ein Rauchmelder schlug in einem Privathaus in der Kaiserstraße an. Nach öffnen der Tür durch die Einsatzkräfte wurde jedoch nur ein angebranntes Essen festgestellt – wieder einmal verhinderten Rauchmelder schlimmeres.

Im Februar wurde der Einsatzleitwagen einmal zu einem Verkehrsunfall nach Lich alarmiert. Der dortige ELW war zur Umrüstung auf Digitalfunk gerade in der Werkstatt, so dass man kameradschaftlich gerne auch in der Nachbargemeinde aktiv wurde. Außerdem galt es, einen Mülltonnenbrand am Vereinsheim des Tennisclubs zu bekämpfen. Durch den schnellen Einsatz konnte das übergreifen der Flammen auf das Clubhaus verhindert werden. Außerdem war ein Kaminbrand in Langd zu verzeichnen. Ende Februar stand die Jahreshauptversammlung der Einsatzabteilung mit Neuwahlen an. Dabei wurde Christian Seibert zum neuen Wehrführer gewählt.

Im März schließlich galt es mal wieder, eine Ölspur zu bekämpfen, die sich über Obbornhofen und Bellersheim bis nach Hungen zog. Ein weiterer ausgelöster Rauchmelder rief die Kräfte nach Bellersheim – diesmal aber eine Fehlauslösung. Am letzten Tag des März gab es noch zwei Einsätze durch Sturmschäden. (de)