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112 – diese Zahl steht nicht nur für den Notruf der Feuerwehr, sondern auch die Anzahl der Mitglieder der Jugendfeuerwehr Hungen. Auf der gemeinsamen Jahreshauptversammlung aller Hungener Jugendfeuerwehren berichtete die stellvertretende Stadtjugendwartin Janina Göttsche, dass unter den 112 Jugendlichen 39 Mädchen sind.

Insgesamt 550 Stunden feuerwehrtechnische und 440 Stunden allgemeine Jugendarbeit wurden von den ehrenamtlichen Betreuern geleistet. „Dazu kommt noch einmal die gleiche Zahl für die Vor- und Nachbereitung“, erklärte Göttsche. Im Hungener Stadtgebiet gibt es zudem in Steinheim, Obbornhofen, Utphe und Villingen jeweils noch eine Minifeuerwehr.

Im Jahresrückblick auf 2018 erinnerte Göttsche an den Ausflug ins Phantasialand sowie das Zeltlager in Villingen. In dessen Rahmen wurde auch der Stadtpokal ausgetragen, den sich Nonnenroth sicherte. Beim Kreisentscheid in Nonnenroth traten Villingen, Langd, Nonnenroth, Obbornhofen, Hungen und Utphe an. In Hungen fand zudem der Landesentscheid, die Hessenmeisterschaft statt. Hierbei vertraten das Utpher Mädchenteam und die Nonnenröther Jugendfeuerwehr nicht nur die Schäferstadt, sondern den Landkreis Gießen. Beide erreichten jeweils einen sechsten Platz. 2019 fanden bereits das Zeltlager der Jugendfeuerwehren in Frielendorf sowie der Kreisentscheid in Obbornhofen statt.

Meike Stoll  gab den Kassenbericht, der Vorstand wurde entlastet. Patrick Dehnhardt wurde zum neuen Schriftführer gewählt und beerbt Nidja Keil in diesem Amt. Stadtverordnetenvorsteher Karl-Ludwig Büttel dankte den Jugendbetreuern in seinem Grußwort: „Es ist heute nicht mehr selbstverständlich, dass Leute ehrenamtlich und freiwillig ihre Freizeit investieren.“ Die Jugendfeuerwehr sei ein wichtiger Bestandteil, um neue Einsatzkräfte zu finden: „Jeder Jugendliche, der aktiv dabei bliebt, ist für die Sicherheit der Gesellschaft da.“ Ehrenstadtbrandinspektor Richard Pleyer zeigte sich von der Großübung begeistert, die der Jahreshauptversammlung vorausgegangen war.

Bereits am Samstagmittag wartete ein anspruchsvolles Szenario im Hungener Stützpunktsgebäude auf die Jugendfeuerwehren. Zunächst galt es, einen Löschangriff aufzubauen. Wasser wurde dafür aus einem Oberflurhydrant und einer Zisterne gepumpt. Gleichzeitig war eine Übungspuppe unter einem Auto eingeklemmt und musste befreit werden. Zudem hatten sich einige Freiwillige im Gebäude versteckt und mimten Verletzte, die gefunden, ins Freie gebracht und versorgt werden mussten.

Zum Ende der Jahreshauptversammlung erhielten Janina Göttsche (links im Foto) und Nidja Keil (in Abwesenheit)  von Rebecca Seibert (Mitte) und Rechnerin Meike Stoll (rechts) als Geschenk jeweils ein Feuerwehrbobbycar für ihre Kinder.