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Zu 80 Einsätzen wurde die Freiwillige Feuerwehr Hungen im vergangenen Jahr alarmiert. Dies berichtete Wehrführer Christian Seibert auf der Jahreshauptversammlung. Unter anderem ging es einmal auf die Autobahn 45: Zunächst zu einem vermeintlichen Waldbrand bei Bellersheim alarmiert stellte sich heraus, dass ein Lkw auf der A45 brannte. Dort unterstützte man die Löscharbeiten der Feuerwehren aus dem Wetteraukreis.

Ansonsten sorgte das Hochwasser in Villingen, Hungen und im Seegebiet Inheiden/Trais-Horloff für viele Einsatzstunden. Insgesamt 37 Hilfeleistungen, davon vier Türöffnungen und elf Verkehrsunfälle, verzeichnet die Statistik. 20 mal wurden Brände bekämpft. 22 mal lösten Brandmeldeanlagen aus, einmal gab es einen böswilligen Fehlalarm.

Einer der ersten Einsätze für die neue Drehleiter war ein gemeldetes Feuer in der Obertorstraße im März 2021, was sich als die erste Geldautomatensprengung in Hungen entpuppte. 36 Männer und sieben Frauen sind in der Einsatzabteilung. „Das Personal ist der wichtigste Bestandteil einer Feuerwehr“, erklärte Seibert. „Geräte kann man nachkaufen, Personal nicht.“ Ein Viertel der Mannschaft stammt von anderen Feuerwehren und unterstützt als Tagesalarmbereitschaft die Kernstadt.

Aus der Alters- und Ehrenabteilung berichtete Ernst-Richard Pleyer. 2019 wurde der Verein bei Festen unterstützt, die letzten zwei Jahre verhinderte Covid-19 die Aktivitäten. Gomba Amasi-Abbey berichtete aus der Jugendfeuerwehr mit sechs Mitgliedern. Es gab einen Wechsel in die Einsatzabteilung und einen Austritt. Zusammen mit der Jugendfeuerwehr Utphe wurde Online-Unterricht angeboten, der jedoch überschaubar nachgefragt wurde. Dieses Jahr wurden die Tannenbäume wieder eingesammelt.

Aus dem Feuerwehrverein berichtete Vorsitzender Michael Tröber. Die Berichte vom Brunnenfest 2019 und Tag der Feuerwehr erinnerten an eine Zeit, als Corona nur der Name einer überteuerten Biersorte war. Veranstaltungen gab es zwei Jahre lang keine, zum Nikolaustag 2020 überbrachte der Vorstand einen kleinen Gruß an alle Abteilungsmitglieder. Der Feuerwehrverein zählt aktuell 349 Unterstützer.

Der Feuerwehrvein unterstützte den Kauf einer gebrauchten Drehleiter, die nun in Hungen für mehr Sicherheit sorgt. Diese ist seit 23. März letzten Jahres in Dienst. Zudem hat der ehemalige Rechner, der in die Feuerwehrkasse gegriffen hatte, seine Schulden nun abbezahlt.

Stadtrat Alexander Velten überbrachte den »Dank der Stadt und der Bürger«. Bei den Vorstandswahlen wurde Michael Tröber als Vorsitzender, Anne Moll als Rechnerin sowie als Beisitzer Helmut Schmidt gewählt, neuer Beisitzer ist Michael Röming.

Als Rainer Bäuchel vor einem Vierteljahrhundert nach Hungen zog, legte ihm ein Nachbar einen Mitgliedsantrag für den Feuerwehrverein in den Briefkasten. »Für mich als Hauseigentümer war es normal, dass ich da Mitglied werde«, sagte er. Zusammen mit Helmut Schmidt, Walter Kieswetter, Dirk Emmerich, Lothar Kryts, Emil Weimer, Marion Fiindt-Hessler, Dieter Krauß, Lothar Seipp, Werner Große, Heinz Seipp, Jürgen Tillmann, Benedikt Weimer, Marvin Schmied, Swen Dittrich, Mike Fraizer und Wolfgang Rahn wurde er für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt. 50 Jahre Mitglied sind Hans-Peter Krauß, Jörg Teichert, Harald Hofmann und Hermann Höhle.

Für 50 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurden Peter Beyer, Horst Schäfer und Gerhard Schmid, für 60 Jahre Hans Töllich geehrt.

Beim Brunnenfest wird die Feuerwehr wieder mit einem Stand vertreten sein. Zudem ist der Verein einer der Organisatoren der Schäferstadtkirmes. 2023 soll das 150-jährige Bestehen der Feuerwehr gefeiert werde